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»BESTIARIUM« Heft1
Zeichnungen von Christiane Marek
Einführung von Andreas Haug
Seitenabbildung aus »Bestiarium« Heft 1
Seitenabbildung aus »Bestiarium« Heft 1 Seitenabbildung aus »Bestiarium« Heft 1 Seitenabbildung aus »Bestiarium« Heft 1 Seitenabbildung aus »Bestiarium« Heft 1 Seitenabbildung aus »Bestiarium« Heft 1 Seitenabbildung aus »Bestiarium« Heft 1 Seitenabbildung aus »Bestiarium« Heft 1 Seitenabbildung aus »Bestiarium« Heft 1 Seitenabbildung aus »Bestiarium« Heft 1 Seitenabbildung aus »Bestiarium« Heft 1 Seitenabbildung aus »Bestiarium« Heft 1


Abbildung Poster
Abbildung 3 Faltposter

»BESTIARIUM« Heft2
Zeichnungen von Christiane Marek
Text von Andreas Haug
Seitenabbildung aus »Bestiarium« Heft 1
Seitenabbildung aus »Bestiarium« Heft 2 Seitenabbildung aus »Bestiarium« Heft 2 Seitenabbildung aus »Bestiarium« Heft 2 Seitenabbildung aus »Bestiarium« Heft 2 Seitenabbildung aus »Bestiarium« Heft 2 Seitenabbildung aus »Bestiarium« Heft 2 Seitenabbildung aus »Bestiarium« Heft 2 Seitenabbildung aus »Bestiarium« Heft 2 Seitenabbildung aus »Bestiarium« Heft 2 Seitenabbildung aus »Bestiarium« Heft 2 Seitenabbildung aus »Bestiarium« Heft 2


EINFÜHRUNG aus dem Inhalt von Andreas Haug

In einer Welt voller digitaler Archive üben die Systematisierungsversuche älterer Biologen und Naturforscher auf uns Heutige vor allem durch ihre haptischen Qualitäten einen besonderen Reiz aus. Der Forscher wurde zum Weltreisenden (Forster, Darwin) oder er ging den entgegengesetzten Weg und steckte sich in der schier unendlichen Fülle irdischer Daseinsformen ein kleines Garten- grundstück ab (Farbre), das er nun zu seinem alleinigen Forschungsgebiet erklärte. Das Ziel blieb das Gleiche, nämlich das Auffinden und die Bestimmung bisher unbekannter Pflanzen, Tiere oder Insekten.

Abbildung einer Zeichnung  von Christiane Marek

Was uns heute an der Arbeit dieser Forscher fasziniert, ist der direkte Kontakt, in dem sie zu ihren Forschungsobjekten standen. Nichts trat zwischen den Forscher und das Objekt seiner Wissens- begierde. Kamen sie in für Europäer unbekanntes Land, fanden sie sich vor einem Garten Eden, den noch niemand vor ihnen wissenschaftlich erkundet zu haben schien, dessen Systematik sie zunächst nicht durchschauten, und der ihnen oft völlig unbekannt und fremd oder sogar beängsti- gend war. Sie lernten, indem sie sammelten, aufzeichneten, katalogisierten und kategorisierten. Und indem sie selbst die Grundlagen schufen, unter welchen pflanzliche und tierische Individuen zu Vertretern von Spezies oder Gattungen wurden.

Die Arbeit von Christiane Marek setzt im Grunde an dieser Stelle an. Sie scheint einem ihr allein innewohnenden und nur ihr allein sichtbaren Bestiarium gegenüber Platz genommen zu haben, das nur sie wahrnimmt und das daher auch nur sie selbst sichten und bestimmen kann. Bei ihrer Vorgehensweise unterzieht sie sich dabei vordergründig einer ähnlichen Strenge wie ihre Vorläufer, indem sie ihre Fundstücke in ein altes Kassenbuch notiert. Ursprünglich dazu geschaffen, große und kleine Summierungen und Subtraktionen akribisch aufzuführen, wirken die von Marek bemalten Seiten nun wie Belege für die Echtheit ihrer virtuellen Funde. Was das Medium Kassenbuch vorgibt, die lückenlose Nachprüfbarkeit, wird von Marek also ganz bewusst in seiner Ausdrucksqualität eingesetzt.

Diese Vorgehensweise spielt dabei mit dem wichtigsten Anspruch der Naturforscher, denn sie wollten in einer Zeit, bevor die Fotografie als Beweismittel gängig wurde, mit den in Formaldehyd eingelegten Körpern oder den in große Folianten gepressten Pflanzenblättern oder mit Hilfe von Zeichnungen vor allem eines: den Beweis ihrer Existenz erbringen. Mareks Zeichnungen nutzen diesen Sachverhalt, diese Attitüde, geschickt für ihre Zwecke aus und unterlaufen sie doch zugleich, denn was sie uns glauben macht, ist die Präsenz von Lebewesen oder besser Wesenheiten, die in unserem Universum so bisher nicht verzeichnet waren, nun aber durch die Art ihrer Darstellung und Notierung den vollen Status einer Daseinsberechtigung anstreben. Damit geht es uns im Grunde wie den Besuchern damaliger Naturalienkabinette, denn wir bekommen den (augenzwinkernden) Be- weis für die Existenz neuer, faszinierender Lebensformen geliefert. Ihre Daseinsberechtigung haben sie trotz dieses Maskenspiels, denn letztlich sind sie genau das, was sie vorgeben: Existenzformen aus einer neuen, einer parallelen Welt, nur eben (vielleicht) ohne wirkliche Entsprechung in der materiellen physiologischen Welt, wie wir sie zu kennen glauben.



Abbildung Publikation Peekpac
»BESTIARIUM«
Zeichnungen von Christiane Marek
mit einer Einführung und Text von Andreas Haug
2 Hefte DIN A4 mit je 20 Seiten und 18 Abb.
und drei Faltblättern (42 x 63 cm) im Schuber
Cat.No. PP009
30,00 EUR (incl. 7% MwSt. zzgl. 3,00 EUR Versand)



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